….über diesen Artikel sollte jeder mal in Ruhe, außerhalb von Polartät, nüchtern und faktisch nachdenken, um den eigenen Standpunkt zu finden und Ihn dann auch auszudrücken. Egal wie und wo. Ich würde sagen, es ist jetzt langsam  mal vorbei mit der deutschen Duckmäuserei, Zurückhaltung und stillen Nörgelei. Ausdruck ist gesund und schafft Platz für neue Perspektiven und Möglichkeiten. Also jetzt mal endlich ALLE aufstehen bitte…..Ich denke wir haben in unserer eigenen deutschen Geschichte schmerzhaft erlebt, was passieren kann, wenn man die Macht abgibt an Menschen, die basisfremd vom Schreibtisch aus das Schicksal eines ganzen Volkes lenken, das stumm und dumm einfach weg sieht. Wollen Sie das und ist es das, was Sie als Beispiel ihren Kindern vorleben möchten……????? Arya C. Dix-Kühn

Montag, 5. Januar 2015
05.01.2015

Merkel und der Mainstream versus Matussek: Über Ausgrenzer, Pöbler und Anbiederer beim Thema PEGIDA

Peter Harth

 

Deutschland ist nach den USA das größte Einwanderungsland der Welt. Ein Konzept, wie wir damit umgehen, hat Kanzlerin Merkel nicht. Sie zeigt aber Hass gegen alle Bürger, die eine Islamisierung unseres Landes fürchten. Fast alle Journalisten springen ihr bei und treten auf die PEGIDA-Demonstranten ein. Nur einer schämt sich für seine schreibende Zunft: Matthias Matussek nennt sie pöbelnde Hitler-Jungen.

 

 

 

Nur Diktatoren fürchten Demonstranten. Wenn das stimmt, leben wir seit der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Diktatur. Dabei braucht eine Demokratie den Dialog mit ihren Bürgern – jedenfalls eine gesunde: Jeder darf seine Ängste, Sorgen und Wünsche auf der Straße friedlich ausdrücken. Versammlungsfreiheit, Artikel 8, Grundgesetz. Wer Angst vor der schleichenden Islamisierung Deutschlands hat, darf dafür auch auf die Straße gehen.

 

Das ist ein Grundrecht, ob es der Kanzlerin passt oder nicht. Sie hat schließlich den Amtseid auf das Grundgesetz geschworen. Doch in den Augen von Frau Dr. Merkel ist jeder bei einer PEGIDA-Demonstration ein politisch Aussätziger. Ein Kranker, den jeder gute Deutsche wie die Pest meiden muss.

 

Merkel verteufelt eine ganze Bewegung

 

Klingt drastisch? Ist eine Bevormundung? Ist undemokratisch? Nun, es lässt sich aber schwer etwas Milderes aus den Worten der Kanzlerin herauslesen: »Ich sage allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Denn zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen.«

 

Damit erklärt die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache die Teilnehmer der PEGIDA-Bewegung zu hasserfüllten, herzlosen, dummen Rassisten (im Video ab ca. Minute 4:00). Sie verteufelt eine ganze Bewegung, die sicherlich auch den einen oder anderen extremen Trittbrettfahrer anzieht. Die aber im Kern nicht so radikal ist, wie es Merkel gerne haben will. PEGIDA ist sogar reichlich bieder. Was die Bürger eint, ist dieser eine Gedanke: »Die Islamisierung macht mir Angst. Ich kann das nicht einschätzen.«

 

Das wahre Problem: Es gibt kein Konzept für Zuwanderung

 

In den Statuten der PEGIDA liest sich nichts von Ausländerhass. Das Problem liegt eher bei der Politik, die kein schlüssiges Konzept für Zuwanderung hat. Das bereitet vielen Menschen Sorgen. Nicht nur denen, die bei PEGIDA demonstrieren. So etwas schreiben die Journalisten aber nicht.

 

Lieber springen sie der Bundeskanzlerin bei. Oder dem Justizminister Heiko Maas (SPD), der PEGIDA als Schande für Deutschland sieht. Oder zitieren Politiker der Linken und Grünen, die mit ihrer Behauptung schamlos übertreiben:»Einwanderung ist das Beste, was uns passieren kann.«

 

Interessant dabei: Politiker wie Merkel oder Özdemir (Grüne) fordern, dass es keinen Dialog mit PEGIDA geben darf, dass die Bewegung tabu ist. Damit tun sie aber selbst, was an PEGIDA verteufelt wird: Andere ausgrenzen. Wer ist jetzt der Böse?

 

Wie böse darf man gegen die Bösen sein?

 

Weil das politische Establishment mit Ausnahme der CSU so viel Anti-PEGIDA-Futter liefert, ist auch die Position der Journalisten nicht ausgewogen. Wer für PEGIDA schreibt, stellt sich ja dann gegen einen ganzen Strom der Willigen. Das scheint nicht zu passieren. Eher verleiten die klaren Machtverhältnisse viele Journalisten dazu, einmal so richtig auf PEGIDA einzudreschen. Wann darf man so etwas vor lauter Political Correctness schon?

 

Immerhin gibt es einen Journalisten, der darüber offen frustriert ist. Matthias Matussek bezeichnet seine Mit-Journalisten als »HJ-Pöbel«. Nicht offiziell, aber auf seinem privaten Facebook-Account. Er schrieb:

»Die kluge Schriftstellerin Cora Stephan untersucht das dumpfe Ein-Dreschen von Politik und Presse auf die 15 000 Demonstranten in Dresden. Meine Ansicht: Wer beim rituellen Treten gegen diese Menschen mitmacht, hat die Gesinnung von HJ-Pöbeln.«

 

»Geistiger Totalabsturz einer ehemaligen Instanz«

 

Dabei ist der Gedanke zumindest interessant, dass man denen, die andere zu Nazis machen, selbst die rote Nazi-Karte zeigt. Darum erfreut er sich in seiner schreibenden Zunft gerade sehr großer Unbeliebtheit. Diese klare Position hatte Matussek aber schon vorher:

»Keine Glaubenskriege auf deutschem Boden? Aber wir sind doch längst mittendrin. Zunächst ist da der Krieg der journalistischen Klasse, die sich einig ist, dass bei Pegida nur schlecht gekleidete Halbnazis mit dumpfen Parolen Zuflucht finden. Woher wissen die das?«

Die journalistische Empörung über Matussek kennt natürlich keine Grenzen, wie hier in der taz. Aber auch der Shitstorm im Netz sieht den »geistigen Totalabsturz einer ehemaligen Instanz«. Matussek, so der Tenor, solle bitte sein beschädigtes Hirn abgeben, damit er endlich bei PEDIGA mitmarschieren darf.

 

Gegen PEGIDA: Deutschland entdeckt wieder seine Liebe zum Rassismus

 

Immerhin entdeckt Deutschland wieder seine Liebe zum Rassismus. Aber nicht gegen die Moslems. Die nicht zu tolerierende Minderheit sind jetzt die PEGIDA-Demonstranten auf der Straße. Eine kleine homogene Gruppe geistig Minderbemittelter, geächtet von höchster Instanz, der Kanzlerin. Merkel warnt vor dem zersetzenden Einfluss dieser PEGIDA-Schädlinge, dem sich der anständige Deutsche nicht aussetzen darf.

 

Eine solche Forderung erinnert in ihrer fatalen Logik an längst vergangene braune Zeiten. Matusseks Vergleich von Journalisten mit dem Pöbel der Hitler-Jugend mag zwar makaber klingen,er legt aber den Finger in die Wunde.

 

Deutsche Politiker und Journalisten stellen Menschen, die Unbequemes äußern unter »geistige Quarantäne«. Es wird Angst geschürt, man müsse die Demokratie vor gefährlichen Rechten retten. Dabei darf man ruhig maximal ausgrenzend und undemokratisch vorgehen.

 

Freiheit der Meinung schützen – auch und gerade die unbequeme

 

Wer so argumentiert, hat den Sinn der Demokratie nicht wirklich verstanden. Ihr höchstes Ziel muss es sein, die Freiheit der Meinungen zu schützen – auch und gerade die unbequemen. In diesem Punkt manövriert sich das politische Deutschland in eine Sackgasse. Journalisten unterstützen diesen Kurs bereitwillig, statt sich dagegen zu stellen. Matussek kritisiert dieses Anbiedern an die Mächtigen. Er ist damit so ziemlich alleine und das zeigt, was unter Journalisten Mangelware ist: Rückgrat und Mut zur eigenen Meinung.

 

 

UPDATE:

 

Der Kampf gegen die PEGIDA spitzt sich am ersten Protesttag im neuen Jahr zu. Nach den rhetorischen Watschen der vergangenen Wochen – darunter der ungewöhnliche Frontalangriff der Kanzlerin – kommen nun Elemente der politischen Kriegsführung ins Spiel. Am Montag Nachmittag kursierte im Internet stundenlang das Gerücht, die Montagsdemo sei diesmal abgesagt. Tausende von Tweets reichten diese satirisch gemeinte Nachricht des »Postillon« weiter und erzeugten den falschen Eindruck, dass an diesem Montag in Dresden nicht marschiert wird. Das Orga-Team von PEGIDA sah sich am Ende genötigt, auf seiner Facebook-Seite darauf hinzuweisen, dass der 11. Abendspaziergang wie üblich um 18:30 Uhr beginnt.

 

 

Dresdner PEGIDA ab 1730 im Livestream von RT

Redner u.a. KOPP Autor Dr. Udo Ulfkotte

 

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