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21.08.2015 – Abonnent/innen: 1.700.765
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Wer sitzt wo und was macht er?
Immer wieder beeinflussen Lobbyisten die Politik zulasten der Bürgerinnen und Bürger. Und in Berlin wird die Lobbyszene stetig dichter und undurchsichtiger. Unser Partner LobbyControl schafft Durchblick. Mit einem ganz besonderen Stadtführer.Hier den Stadtführer LobbyPlanet bestellen…
Wer durch das Berliner Regierungsviertel spaziert, hat sich sicher schon gefragt, was hinter den vielen Glasfassaden geschieht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort Lobbyisten ihr Werk tun, ist groß. Das zeigt auch das spannende Buchprojekt unseres Partners LobbyControl. Doch lesen Sie selbst, was LobbyControl Ihnen dazu schreibt…Mit herzlichen Grüßen

Felix Kolb, Campact-Vorstand

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Liebe Campact-Aktive,

ärgern Sie sich auch häufig darüber, wie Lobbyisten die Politik beeinflussen? Immer wieder fallen wichtige politische Entscheidungen nicht zugunsten der Bürger/innen, sondern zugunsten wirtschaftlicher Einzelinteressen. Das wollen wir ändern. Mit dem neuen LobbyPlanet Berlin bringt LobbyControl Licht ins Dunkel der Berliner Lobbyszene. Entlang der glitzernden Fassaden der besten Adressen im Regierungsviertel erzählt der Stadtführer mit vielen Beispielen, wie es um die Lobbyrepublik steht. Ab heute können Sie den neuen Stadtführer LobbyPlanet vorbestellen und sich ein druckfrisches Exemplar sichern!

Klicken Sie hier und bestellen Sie den lobbykritischen Stadtführer…

Lobbyismus schadet uns – dazu ein Beispiel: Am Boulevard Unter den Linden, inmitten des Berliner Regierungsviertels, reiht sich Lobbybüro an Lobbybüro – darunter das des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline. Vor einigen Jahren bestellte die Bundesregierung aus Sorge vor einer Schweinegrippe-Epidemie Millionen Impfdosen. Bei GlaxoSmithKline, dem Hersteller des Mittels, klingelte die Kasse.

Die Grippewelle verlief jedoch nicht annähernd so schlimm wie erwartet, ein Großteil des Impfstoffs musste vernichtet werden. Der Schaden für den Steuerzahler wird auf über 200 Millionen Euro geschätzt. Wie konnte es dazu kommen? In den Gremien, die die Notfallpläne für Epidemien ausarbeiten, saßen zahlreiche Experten mit engen Geschäftsbeziehungen zu Pharmafirmen wie GlaxoSmithKline.

Diese und andere Geschichten erzählt der LobbyPlanet. Anhand von über 100 Stationen, Bildern und Karten leitet er uns durch das Berliner Regierungsviertel. Dabei stoßen wir auf viel Empörendes: Konzerne beeinflussen Unterricht an Schulen, Abgeordnete sind gleichzeitig Lobbyisten für die Rüstungsindustrie. Der LobbyPlanet bringt diese Fälle an die Öffentlichkeit – die Öffentlichkeit, die die Lobbyisten scheuen. Wenn viele Bescheid wissen, können wir uns gemeinsam gegen übermäßigen Lobbyeinfluss wehren.

Hier die Fakten zum Buch:

  • 300 Seiten, vierfarbig
  • sechs Routen durch das Regierungsviertel
  • zwei Spezialtouren zur Gesundheitslobby und zur Energielobby
  • Erscheinungstermin ist der 3.9.2015
  • Preis: 10 Euro

Wenn Sie den LobbyPlanet bis zum 30. September bestellen, schicken wir ihn portofrei an Sie.

Ich lade Sie herzlich ein, eine der ersten Leser/innen unseres außergewöhnlichen Stadtführers zu werden und so dazu beizutragen, den Berliner Lobbydschungel auszuleuchten.

Jetzt den lobbykritischen Stadtführer von LobbyControl bestellen…

Mit freundlichen Grüßen

Christina Deckwirth, Berliner Büro LobbyControl

PS: Wenn Sie diesen Stadtführer gelesen haben, werden Sie Berlin mit anderen Augen sehen. Bestellen Sie jetzt das Buch und unterstützen Sie damit auch unsere Arbeit für mehr Transparenz und Lobbykontrolle.

Jetzt portofrei bestellen bis Ende September…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 1.700.765 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!

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Hallo und guten Tag, Cornelia Dix-Kühn

wie sagte der Philosoph Jürgen Habermas letztens: „Die Politik macht das, was 80 Prozent ablehnen. Deshalb wird die Demokratie zum Störfaktor“. Damit brachte er auf den Punkt, was immer mehr Menschen denken: Wie kann sich ein Land demokratisch nennen, wenn das, was die Politiker entscheiden, nicht dem Willen der Bevölkerung entspricht, sondern dem einzelner Interessengruppen? Warum wählen wir eigentlich, wenn am Ende nicht DAS geschieht, was WIR wollen und ALLEN nützt, sondern vor allem das, was die Gewinne der Banken, Versicherungen, Auto-, Chemie- und Lebensmittelkonzerne mehrt?

AmpelUnd warum ist das so? Ganz einfach: 30.000 Lobbyisten – ja, Sie haben richtig gelesen – 30.000 Lobbyisten, also fast 40 pro Europaparlamentarier, sorgen in Brüssel dafür, dass die Demokratie zur Lobbykratie mutiert. Und daran wird auch die Anfang Juli beschlossene Karenzzeit von 12 – 18 Monaten für Politiker, die in die Wirtschaft wechseln wollen, nichts ändern. Denn dieser Zeitraum ist viel zu kurz. Zumal den Politikern erlaubt ist, schon während dieser Karenzperiode Arbeitsverträge für die Zeit danach abzuschließen! Es wird nichts daran ändern, dass das Demokratieprinzip weiterhin außer Kraft gesetzt wird.

Lobbykratie zum Ersten: Mit Marktmacht, Geld, „Think-Tanks“ und Anwaltskanzleien wehren die Konzern-Lobbyisten Gesetze ab, ja, verwandeln deren Stoßrichtung ins Gegenteil. Eine Milliarde (!!) Euro hat die Lebensmittelindustrie aufgewendet, und mit einer jahrelangen Kampagne die „Ampelkennzeichnung“ verhindert, die über 70 Prozent der Verbraucher wünschen. Mit der Ampel hätten Käufer auf einen Blick erkennen können, ob ein Lebensmittel viel, mittel oder wenig Zucker, Salz und Fett enthält. Deshalb war die Milliarde aus Sicht der Lebensmittelindustrie sehr gut investiert – im Vergleich zu den drohenden Umsatzverlusten und Gewinneinbrüchen. Denn plötzlich hätten die Verbraucher vermeintliche Fitness-Produkte als Zuckerbomben entlarvt.

Lobbykratie zum Zweiten: Seit Jahren tut die Lebensmittelindustrie alles, um die Schriftgröße für Informationen auf Lebensmittelverpackungen möglichst klein zu halten. So klein, dass sie kaum lesbar ist. Was ihr denn auch immer wieder gelingt! So haben es die Lobbyisten geschafft, den Vorschlag der EU-Kommission, die Schriftgröße auf 3 Millimeter festzulegen, zu verhindern. Die vorgeschriebene Mindestschriftgröße beträgt nun 1,2 Millimeter auf die Höhe des kleinen x bezogen. In einigen Supermärkten finden Sie an den Einkaufswagen festmontierte Lupen! Eine Lupe als Symbol für die Bankrotterklärung der Politik. Das i-Tüpfelchen, liebe foodwatch-Interessierte ist aber die Begründung der Lebensmittelindustrie. Sie argumentiert nämlich, eine größere Schrift würde ihren „Markenauftritt“ gefährden! Klarer kann man nicht sagen, dass nur der Gewinn zählt und der Verbraucher nichts!

KleingedrucktesLiebe foodwatch-Interessierte, es gehört zur Demokratie, dass Interessenverbände sich für ihre Anliegen stark machen und Parlamentarier und Regierungen davon überzeugen dürfen. Auch foodwatch, als Streiter für die Rechte der Verbraucher, macht von diesem Recht Gebrauch. Was aber nicht sein darf: Dass die Gesetze nach den Interessen einer Wirtschaftsbranche geschrieben werden und unsere Regierungen als Dienstleister der Industrie agieren! Wenn Sie, liebe foodwatch-Interessierte, das auch so sehen, dann schließen Sie sich uns an und werden SieFörderin/Förderer.

Lobbykratie zum Dritten: Das Schweinefleisch für den Schwarzwälder Schinken darf aus ganz Europa, ja sogar aus den USA kommen – wir erfahren es nicht. Und die Früchte der Marmelade können aus Südamerika kommen – wir erfahren es nicht. Weil aber Verbraucher wissen wollen, woher die Lebensmittel kommen, die sie kaufen, hat sich das EU-Parlament für eine verbesserte Herkunftskennzeichnung ausgesprochen. Auch diese Initiative ist an der hartnäckigen Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie gescheitert. Nach eigenem Bekunden „rügte“ der Spitzenverband der Lebensmittelindustrie das Ansinnen des EU-Parlaments als „zu weitgehend“. Das Ergebnis ist bekannt: Es gibt nach wie vor keine Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel. Anscheinend hat mittlerweile die Lebensmittel-Lobby die Oberaufsicht über die Gesetzgebung: Bei Verbesserungen für den Verbraucher wird „gerügt“ und – basta!

EU-ParlamentUnd was macht die Politik? Sie knickt ein. Es gibt beispielsweise ein „Transparenzregister“ in Straßburg und Brüssel. Hier sollen sich alle Lobbyisten mit ihrem Interesse und Budget eintragen. So der fromme Wunsch. Doch dieses Register ist, mit Verlaub, eine Lachnummer! Warum? Die Eintragung in das Transparenzregister ist freiwillig!

Liebe foodwatch-Interessierte, mittlerweile habe ich einige Jahre politischer Erfahrungen hinter mir. Aber ich muss Ihnen leider sagen: Es wird nicht besser, es wird schlimmer! Mit immer ausgefeilteren Methoden und Strategien hebeln Wirtschaftsinteressen das Allgemeinwohl aus. Und die Regierungen lassen sich regelrecht vorführen. Es möglichst den Konzernen recht machen – das scheint die Devise zu sein. Mein Team und ich wollen das nicht akzeptieren. Es darf nicht sein, dass die Lebensmittelkonzerne die Lebensmittelgesetze schreiben! Stärken Sie die Stimme der Verbraucher. Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Wir brauchen Ihre Unterstützung, um diesen Kampf für uns alle zu führen. Im Moment sind wir in ganz Deutschland etwas über 30.000 foodwatch-Mitglieder, also ungefähr genauso viel wie Lobbyisten in Brüssel, die der europäischen Politik ihre Ziele einflüstern. Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir aber MEHR werden und die Anzahl der Lobbyisten deutlich überschreiten. Dann können wir gemeinsam den Einfluss der Lebensmittellobby zurückdrängen. Ich bitte Sie deshalb, werden Sie ein Teil von foodwatch, werden Sie noch heute Förderin/Förderer von foodwatch..
Wirtschaftliche Macht darf nicht mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als unsere demokratischen Rechte auf Transparenz und Gesundheitsschutz beim täglichen Lebensmitteleinkauf!

Wirtschaftliche Macht darf nicht mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als unsere demokratischen Rechte auf Transparenz und Gesundheitsschutz beim täglichen Lebensmitteleinkauf!

Werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch! Ich verspreche Ihnen – wir geben nicht auf!


P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht!

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